Die zweite Woche der Ferien, sollte für Nora und mich
wieder etwas entspannter werden, denn wir fuhren gemeinsam in den Urlaub. Da es
in Potch im Winter sehr kalt ist, freuten wir uns auf die Sonne und die Wärme.


So fuhren wir Samstagmorgen aus Potch etwa 10 Stunden lang bis nach St. Lucia,
einer kleinen Stadt in Kwa Zulu-Natal. St. Lucia zieht sehr viele Touristen aus
der ganzen Welt an denn es hat einige Seen und das Meer. In den berühmten Seen
findet man viele Hippos und Krokodile. Es ist erstaunlich, dass die Hippos die
gefährlichsten Tiere in ganz Südafrika sind, denn wenn man sie so sieht, sehen
sie eher aus wie riesige, lustige Fleisch-Klopse. In Wahrheit sind sie aber
sehr aggressiv, besonders die Weibchen und in St. Lucia wurde ein Mann in
seinem Garten von einem Hippo getötet. Also kamen wir nach St. Lucia und ich
hoffte dass wir keinem Hippo begegnen als wir auf unserem Weg zum Strand waren.
Es war schön wieder einmal am Meer zu liegen und entspannt ein Buch zu lesen.
Am nächsten Tag gingen wir auf eine Boots Tour auf einem der Seen und sahen
drei Krokodile und zwei riesige Herden Hippos. Sie sind wirklich gigantisch und
haben dazu sehr lustige, süße Ohren.
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| Das Schnorchel Riff |
Die nächste Station war Sodwana Bay. Eine sehr kleine
Stadt und Urlaubsziel für viele Familien aus Südafrika und anscheinend das
Schnorchel Paradies schlechthin. Der Strand war sehr überfüllt und außer zwei
verschiedenen Fischarten haben wir leider nicht viel gesehen. Doch hatten wir
viel Zeit um zu lesen und über das Leben zu reden.


Nach Sodwana Bay ging es nach Kosi Bay. Kosi Bay liegt
unter der Grenze zu Mosambik und ist das Paradies auf Erden! Die Region heißt
Kosi Bay da hier der Kosi Mouth ist. Eine Stelle an der das Meer in das Land
fließt und sich zu 5 aneinander liegenden Seen entwickelt. In den Seen wir
traditionell mit Speeren gefischt. So haben wir uns also im Backpacker Thobeka
bei Manguzi einquartiert und am gleichen Tag sind wir mit einem Zulu zu einen
der Seen gewandert. Er hat uns viel über die Zulus erzählt und wir haben ihm
viel über Deutschland erzählt. Die Zulus haben eine Tradition die Lambala
heißt, bei der man die Eltern seiner Zukünftigen mit Kühen bezahlt. Und eine
Kuh kostet 8000 Rand (rund 800 Euro). Möchte man also ein Mädchen heiraten
dessen Eltern viel Lambala verlangen ist das meist sehr schlecht. Nach unserer
Wanderung hat uns Six, unser Zulu Freund, sein Haus gezeigt welches er seit
2008 am bauen ist. Freundlicherweise hat er uns dann auch eingeladen mit ihm
dort zu wohnen, doch ich glaube wir könnten erst in vier Jahren dort einziehen.
Den folgenden Tag wollten wir dann schnorcheln gehen da die Besitzerin der
Lodge, eine sehr nette und intelligente Engländerin mit vielen Geschichten und
Erlebnissen, uns empfohlen hat dies zu tun. Doch leider war das Wetter eher
schlecht und da es doch recht kühl ohne Sonne wurde, sind wir dann spontan in
den Thembe Elephant Park gegangen. Dort konnten wir dann mit einem enormen
Preis an einer Safari teilnehmen. Leider haben wir keine Elefanten gesehen, was
sehr unnormal für einen Elefanten Park ist, aber zum Glück haben wir eine Löwen
Gruppe beobachten können. Es war ein Männchen und zwei Weibchen und sie waren
sehr schön. Jetzt kann ich auch sagen dass ich vier der Big Five gesehen habe.
Leider fehlt mir noch der Gepard, aber da muss man schon viel Glück haben um
den zu sehen. Am Abend trafen wir dann zwei Holländer und zwei Franzosen und es
war schön sich auszutauschen und Erlebnisse und Erfahrungen zu teilen. Am
nächsten Tag sind wir gemeinsam mit den Franzosen zu Kosi Mouth gelaufen. Als
wir ankamen waren wir alle einfach nur hingerissen. Es ist wirklich das Paradies.
Man hat das Gefühl in einen Dschungel mit Palmen, Wasser, Strand und Meer
einzutreten. Am Kosi Mouth war schon Flut und so mussten wir, um zu der Lagune
mit den Fischen zu gelangen, durch das Wasser gehen. Da ich ja sehr klein bin,
musste Thomas meine Tasche auf dem Kopf tragen. Bei der Lagune haben wir dann
bestimmt 10 verschiedene Fischsorten gesehen. Es waren so viele schöne
exotische und bunte Fische dabei, dass man sich gar nicht sattsehen konnte. Es
war so schön zwischen all diesen Nemos und Doris zu schwimmen und so nah dabei
zu sein. Man fühlte sie wie in einer anderen Welt. Als wir dann aber wieder
zurück mussten, war die Flut fast an ihrem Höhenpunkt und es war sehr schwer
wieder zurück zu kommen. Leider ist Noras Tasche dann auch ins Wasser gefallen
da sie die Strömung mitgerissen hat. Trotzdem war der Tag einfach nur
wunderschön und wahrscheinlich das Highlight unserer Reise.
Alles in allem haben wir sehr viel gesehen und erlebt und
es war eine schöne letzte Reise durch Südafrika, bevor es wieder nach Hause
geht. Hätte ich die Wahl würde ich auf jeden Fall wieder nach Kosi Bay gehen
und ich empfehle jedem dort einmal hin zu gehen wenn er die Möglichkeit hat.
Bis es nach Hause geht
sind es noch rund 5 ein halb Wochen und ich freue mich wirklich auch wieder auf
Deutschland, trotzdem genieße ich die letzten Wochen und ich merke jetzt schon
wie sehr mir Südafrika fehlen wird und inwieweit mich diese ganzen Erfahrungen
verändert haben.
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